Freiwilligen-Zentrum Augsburg

Unsere Projekte / Family Volunteering – Engagierte Familien


Family Volunteering

Engagierte Familien

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Freiwilligen-Zentrum Augsburg - Stefanie Wachter-Fischer - Foto: Angelika Lonnemann

Gefördert von:

Erasmus+ Programm

Projektpartner:

Pro Vobis (Rumänien)
Volunteer Ireland (Irland)
Hrvatski centar za razvojvolonterstva (Kroatien)
Vestre Aker Frivilligsentral (Norwegen)

European Volunteer Centre (Belgien)

 



Seit Dezember 2019 ist das Freiwilligen-Zentrum Augsburg Teil des EU-Projektes Family Volunteering. Ziel des Projektes ist es, bis Ende 2021 international als auch lokal als Freiwilligen-Zentrum Augsburg in Kooperation mit weiteren Organisationen erste Erfahrung in Bereich Familien-Engagement zu sammeln. Darüber hinaus soll ein praxisfähiges Konzept zu Family Volunteering realisiert, der Aspekt der Erwachsenenbildung implementiert, und erste Personen zur Durchführung solcher Projekte geschult werden.


Was ist Family Volunteering?

 

Unter Family Volunteering wird das Engagement im Familienverbund verstanden. Das heißt, mindestens zwei Personen aus einer Familie (dabei möchten wir die Definition von "Familie" möglichst offenlassen) engagieren sich gleichzeitig einmalig oder auch wiederholt in einem Projekt.
Die Möglichkeiten sind vielfältig: Das können gemeinsame Besuche im Seniorenheim sein, das Aufsammeln von Müll im Park oder auch die Unterstützung von Menschen ohne Obdach.
Damit unterscheiden sich die Einsatzstellen nicht allzu sehr von denen des individuellen Engagements. Entscheidend ist aber, das Engagement nicht nur auf eine, sondern auf mehrere Personen abzustimmen. Generations- sowie Interessenunterschiede müssen in jedem Fall beachtet werden.


Mehrwert

 

- Familienbande sowie Kontakt in die Gemeinschaft stärken
Ein gemeinsames Engagement hat auf viele Weisen einen positiven Einfluss auf Familien. Ein solches Erlebnis vertieft einerseits die familiären Bindungen: Familien verbringen eine wertvolle Zeit und stärken ihr Zusammengehörigkeitsgefühl. Das Engagement kann zudem eine Möglichkeit sein, um gemeinsam die Freizeit zu gestalten ohne finanzielle Belastungen zu haben.
Darüber hinaus ermöglicht ein Familien-Engagement, Kontakte in die (Stadt-)Gemeinschaft zu knüpfen und ein Zugehörigkeitsgefühl entstehen zu lassen. Es ist ein Zeichen des demokratischen Grundgedankens: "wir alle können Gesellschaft gestalten".

- Erwachsenenbildung – Adult education
Ein zentraler Aspekt des Family Volunteering-Projekts soll die Erwachsenenbildung sein. Es soll sichergestellt sein, dass die erwachsenen Teilnehmenden im Rahmen des Projektes einen Lerneffekt erzielen. Dabei sollen beispielsweise digitales, technisches, handwerkliches oder organisatorisches Knowhow oder aber ganz grundlegende Fähigkeiten wie Lesen und Schreiben verbessert werden.
Darüber hinaus bieten sich natürlich auch alle Aspekte der Soft Skills wie Kommunikations- und Teamfähigkeit, Verlässlichkeit etc. an. All diese Kompetenzen können in den Fokus des Bildungsprozesses gerückt werden.
Als Zielgruppe sollen dahingehend besonders sozial benachteiligte Familien angesprochen werden.
Damit dem Aspekt der Erwachsenenbildung auch adäquat Rechnung getragen wird, sollen sogenannte "Adult Educators"ausgebildet werden. Diese sollen einerseits als Projektmultiplikator*innen fungieren und befähigt sein, das Projekt in den jeweiligen Einrichtungen zu realisieren, andererseits sollen sie auch gezielt den Lernprozess der erwachsenen Teilnehmenden begleiten.


Projektplan / Ziele

 

Das Projekt folgt einem genau definierten Projektplan. Dabei ist genau festgelegt, was bis Ende 2021 zu erreichen ist. Darüber hinaus wird jeder Projektpartner eine Pilotphase unter gleichen Bedingungen durchführen, in der sich Familien in ausgewählten Aktivitäten freiwillig engagieren. Dadurch soll die Realisierbarkeit eines Familien-Engagements lokal genauer unter die Lupe genommen werden, um Herausforderungen zu erkennen und notwendige Rahmenbedingungen zu schaffen.

Das Ergebnis dieses internationalen Pilotprojekts soll sein:
- Insgesamt 18 durchgeführte Family Volunteering Aktivitäten
- 180 volljährige Bürger*innen mit Erfahrung im Family Volunteering
- 60 ausgebildete Adult Educators

Die Qualität der Zusammenarbeit der Partner wird durch regelmäßigen Austausch online sowie durch fünf transnationale Meetings gesichert. Damit das Projekt sowie Family Volunteering im Allgemeinen mehr Bekanntheit erlangt, spielen die Öffentlichkeitsarbeit und Multiplikation eine zentrale Rolle. Jeder Projektpartner ist dazu angehalten, mit den zu Verfügung stehenden Kanälen und Plattformen das Projekt intern und insbesondere extern zu kommunizieren. Darüber hinaus soll auch lokal je eine größere Infoveranstaltung zur gezielten Bekanntmachung des Projektes stattfinden.

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